Staatsanleihen

Staatsanleihen sind bei Anlegern aufgrund ihres defensiven Charakters sehr beliebt, wobei besonders Euro-Staatsanleihen in jedes gut diversifizierte Portfolio übernommen werden sollten, da sie dessen Stabilität stärken.

Was sind Staatsanleihen?

Bei einer Staatsschuldverschreibung - auch Sovereign Bond genannt - handelt es sich um eine Anleihe von mittlerer bis langer Laufzeit, die von einem Staat ausgegeben wird, bei Fälligkeit zu 100% zurückgezahlt und in Form jährlicher Kupons verzinst wird. Das Risiko dieser Anleihen richtet sich nach der Bonität des emittierenden Staates sowie der jeweiligen Emissionswährung.

Vorteile

  • Vorab bekannte Ausstattungsmerkmale (Laufzeit, Kupons usw.).
  • Rückzahlung zu 100% des Nennwerts bei Fälligkeit.
  • Fluchtwerte: In Zeiten heftiger Börsenturbulenzen profitieren Staatsschuldverschreibungen von der Tatsache, dass sie aufgrund einer geringeren Volatilität gegenüber anderen Anleihekategorien gern als Fluchtwerte genutzt werden.
  • Staatsschuldverschreibungen der Eurozone stärken die Stabilität des Portfolios.

 

Übersicht der laufenden Staatsanleihen

 

Lernen Sie unser Angebot im Detail kennen

Gegenüber den anderen Anleihekategorien sind die Risiken von Staatsanleihen der Eurozone relativ begrenzt.

  • Geringes Insolvenzrisiko: Der Staat gilt gemeinhin als der ideale Schuldner. Die von den Ratingagenturen abgegebenen Bewertungen gestatten es dem Investor, sich ein gutes Bild von der Bonität der Emissionsländer zu machen. 
  • Sehr begrenztes Liquiditätsrisiko: Die hohe langfristige Staatsverschuldung der meisten EWU-Staaten gewährleistet an den Sekundärmärkten eine hohe Liquidität der Staatsschuldverschreibungen, wodurch das Risiko der Gegenpartei abnimmt.
  • Wechselkursrisiko für Staatsanleihen in Fremdwährungen. Das Wechselkursrisiko bedeutet, dass der Anleger bei Fälligkeit einen geringeren Betrag in Euro erhalten kann, als den von ihm ursprünglich investierten Eurobetrag. 
  • Zinsrisiko: Der Kurs einer Staatsanleihe richtet sich nach der Marktlage.

 

Falls der Anleger eine höhere Verzinsung anstrebt, kann er in sein Portfolio Staatsschuldverschreibungen in Fremdwährungen aufnehmen. Er muss sich allerdings der Tatsache bewusst sein, damit ein höheres Risiko einzugehen, da hochverzinste Anleihen in der Regel entsprechend volatil sind. Im Hinblick auf eine bessere Risikokontrolle bieten sich dem Privatanleger Anleihefonds, damit wird auch bei einem geringen Einsatz eine gute Diversifizierung möglich.

Primärmarkt

Wenn eine neue Anleihe begeben wird, kann der Anleger sie auf dem Primärmarkt während eines bestimmten Zeitraums, der sogenannten Zeichnungsfrist, zeichnen.

In Belgien begibt die Staatskasse viermal jährlich Staatsschuldverschreibungen (März, Juni, September und Dezember).

Entdecken Sie unser Angebot am Primärmarkt (PDF, FR).

 

Sekundärmarkt

Staatsanleihen werden an der Börse gehandelt. Will man als Anleger eine Anleihe nach Ablauf der Zeichnungsfrist kaufen bzw. vor Fälligkeit verkaufen, so erfolgt dies am Sekundärmarkt. Der Kauf- oder Verkaufspreis richtet sich nach dem ständig schwankenden Kurs der Anleihe. Er hängt von diversen Elementen ab, zum Beispiel der Restlaufzeit der Anleihe, der Finanzkraft des Emittenten, der zeitlichen Nähe der nächsten Kuponausschüttung; aber auch vom Nominalzins und den Marktzinsen. Generell gilt, dass bei steigenden Marktzinsen, die Kurse von laufenden Anleihen nachgeben und umgekehrt.

 

Übersicht der laufenden Anleihenemissionen (FR)Broschüre Finanzinstrumente (pdf)Gebühren für Wertpapiergeschäfte (pdf)


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