Grundlagen der europäischen Lastschrift

Unterschiede zur jetzigen Lastschrift

  • Anstelle eines Vertrages zwischen dem Zahlungspflichtigen und der Bank des Zahlungspflichtigen besteht ein Vertrag zwischen dem Zahlungspflichtigen und dem Begünstigten.
  • Überall im SEPA-Raum.
  • Sowohl für wiederkehrende als auch einmalige Zahlungen in Euro.
  • Verwaltung der Lastschriftmandate durch den Begünstigten und nicht durch die Bank.
  • Das Wertstellungsdatum der Belastung darf nicht vor dem tatsächlichen Abbuchungszeitpunkt liegen.
  • Definitive Verweigerung der Zahlung, wenn das Guthaben des Kontos zum Zeitpunkt der Vorlage des Mandats unzureichend ist.

 

Beispiel

Sie möchten Ihre Telefonrechnung per Lastschrift begleichen:

  • Sie erteilen Ihrem Lieferanten einen Abbuchungsauftrag für Ihr Konto über den Rechnungsbetrag.
  • Der Lieferant fordert seine Bank ordnungsgemäß auf, Ihrer Bank den Abbuchungsauftrag vorzulegen.

 

Besserer Schutz des Zahlungspflichtigen

  • Zahlungsverweigerung: Sie können eine Zahlung verweigern, sobald Sie darüber informiert sind, dass Ihr Konto belastet werden wird. In diesem Fall wird Ihre Bank keine Abbuchung vornehmen.
  • Anfechtung der Abbuchung:
    • Ihre Bank muss Ihnen den strittigen Betrag innerhalb von acht Wochen zurückzahlen. Und zwar ohne, dass Sie die Rückzahlungsforderung begründen müssen.
    • Nach diesen acht Wochen und innerhalb von maximal 13 Monaten nach der Transaktion können Sie die Transaktion im Falle eines fehlenden oder ungültigen Mandats noch anfechten. Ihre Bank zahlt Ihnen den Betrag jedoch nicht automatisch zurück, sondern nur, wenn nachgewiesen wird, dass die Anfechtung berechtigt war.

 

In beiden Fällen besteht Ihre Verpflichtung zur Zahlung an den Begünstigten weiter. Diese Verpflichtung erlischt erst, wenn sich nach Prüfung herausstellen sollte, dass Ihre Rückzahlungsforderung berechtigt war.
 

 
Grundlagen der europäischen Lastschrift

  

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