Unternehmensanleihen

Wenn ein Unternehmen einen Bargeldbedarf hat, kann es sich an den Kapitalmarkt wenden. Um Anleger anzuziehen, muss es eine hinreichend hohe Verzinsung anbieten, um das aus Sicht der Anleger bestehende Risiko zu kompensieren. Ein gutes Management vorgesetzt, kann das Risiko/Rendite-Verhältnis von Unternehmensanleihen die Renditeaussichten eines diversifizierten Portfolios verbessern.


Was sind Unternehmensanleihen?

Eine Unternehmensanleihe - bzw. ein "Corporate Bond" im Finanzjargon - ist die Schuldverschreibung eines Unternehmens aus dem Privatsektor. Mit ihr erwirbt der Inhaber sowohl Anspruch auf eine regelmäßige Verzinsung in Form von Kupons, deren Auszahlungszeitpunkt meist bei der Emission festgelegt wird, als auch auf die 100%ige Rückzahlung des Nennwerts seines Kapitals bei Fälligkeit.  

Vorteile

  • Zinssatz und Laufzeit sind vorab bekannt.
  • Höherer Zinssatz der ohne Risiko.
  • Bei Fälligkeit ist eine 100%ige Rückzahlung des Nennwerts vorgesehen (soweit es zu keinem Ausfall des Emittenten kommt).
  • Messbare Qualität der Anleihe: Die von den Ratingagenturen herausgegebenen Bonitätsbewertungen gestatten es, sich von der Bonität eines Emittenten eine Vorstellung zu machen. Wenn Sie Emittenten mit hoher Bonität (auch "Investment grad" genannt) den Vorzug einräumen, begrenzen Sie Ihr Risiko. Wenn Sie andererseits auf Emittenten setzen, die aufgrund Ihrer schlechteren Bewertung höhere Zinsen bieten, erhöhen Sie die Renditeperspektiven Ihres Portfolios, aber auch dessen Risikoprofil.

 

Übersicht der laufenden Anleihenemissionen (FR)

 

Entdecken Sie die Details

Investments in Unternehmensanleihen sind nicht ohne Risiko, doch lässt sich dieses Risiko abschätzen, unter anderem anhand der Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen.

 

Unternehmensanleihen beinhalten folgende Hauptrisiken:

  • Insolvenzrisiko:Dies hängt stark von der Bonität des Emittenten ab. Anhand der Bonitätsbewertung durch die Ratingagenturen kann sich der Anleger ein Bild von der Finanzkraft des jeweiligen emittierenden Unternehmens machen. Je höher dieses Rating ist, desto geringer ist das Ausfallrisiko des Emittenten. Doch ist auch hier Vorsicht geboten: Kein Urteil ist unfehlbar. Bei Insolvenz des Emittenten kann der Anleger sein gesamtes investiertes Kapital verlieren.  
  • Liquiditätsrisiko: Dieses hängt davon ab, ob für die jeweilige Unternehmensanleihe ein Sekundärmarkt besteht und wie liquide dieser ist. Schematisch könnte man sagen, je höher das Emissionsvolumen ist, desto größer ist auch das Transaktionsvolumen, was wiederum das Risiko der Gegenpartei mindert.
  • Wechselkursrisikofür auf Fremdwährungen lautende Unternehmensanleihen. Das Wechselkursrisiko bedeutet, dass der Anleger bei Fälligkeit einen geringeren Betrag in Euro erhalten kann, als den von ihm ursprünglich investierten Eurobetrag. 
  • Zinsrisiko: Der Wert einer Unternehmensanleihe schwankt je nach Marktentwicklung, wobei eine integrale Rückzahlung bei Fälligkeit nicht unbedingt gewährleistet ist.

 

Falls der Anleger nach einer höheren Rendite strebt, kann er in sein Portfolio Unternehmensanleihen mit einem schlechteren oder ohne Rating aufnehmen. Er muss sich allerdings der Tatsache bewusst sein, damit auch ein höheres Risiko einzugehen, da hochverzinste Anleihen in der Regel entsprechend volatil sind und bei Insolvenz des Emittenten kann der Anleger sein gesamtes investiertes Kapital verlieren. Im Hinblick auf eine Eingrenzung des Risikos können Privatanleger in einen Anleihefonds investieren. Dieser bietet ihm bereits bei geringem Kapitaleinsatz eine gute Streuung.

Primärmarkt

Wenn ein neuer Corporate Bond begeben wird, kann der Anleger diesen am Primärmarkt während eines bestimmten Zeitraums, der sogenannten "Zeichnungsfrist", zu einem Festpreis zeichnen.

Entdecken Sie unser Angebot am Primärmarkt (pdf, FR).

 

Sekundärmarkt

Anleihen sind genau wie Aktien an der Börse handelbar. Will man als Anleger eine Anleihe nach Ablauf der Zeichnungsfrist kaufen bzw. vor Fälligkeit verkaufen, so erfolgt dies am Sekundärmarkt. Der Kauf- und Verkaufspreis richtet sich somit also nach dem Kurs der Anleihe, den aufgelaufenen Zinsen und den Provisionen. Der Kurs einer Anleihe schwankt je nach Restlaufzeit, Bonität des Emittenten, Nominalzins und Marktzins. Generell gilt, dass bei steigenden Marktzinsen, die Kurse von laufenden Anleihen nachgeben und umgekehrt.

 

Für jede Emission im Angebot von BNP Paribas Fortis kann sich der Anleger einen Prospekt sowie weitere Verkaufsunterlagen aushändigen lassen, um so zu einer Risikoeinschätzung zu gelangen und sich vor der Zeichnung ein genaues Bild hierüber zu machen. 

 

Übersicht der laufenden Anleihenemissionen (FR)Broschüre Finanzinstrumente (pdf)Gebühren für Wertpapiergeschäfte (pdf)


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