Welche Lösungen gibt es für Sie?

Testament

Falls jemand ohne Testament verstirbt, wird die Erbfolge vom Gesetzgeber (Zivilgesetzbuch) geregelt. Ein Testament macht man dann, wenn man abweichende Verfügungen treffen möchte, insbesondere um bestimmte Personen innerhalb des gesetzlich zulässigen Rahmens zu bevorteilen, bzw. auszuschließen, oder wenn man eine andere Aufteilung des Nachlasses wünscht. Allerdings sind bestimmte Erben pflichtteilberechtigt (z. B. die Kinder), sodass ihr Pflichterbteil nicht gemindert werden kann.
 

Mehr hierzu erfahren Sie bei Ihrem Notar.

 

Ehevertrag

Beim Tod einer Person wird der Umfang ihres Nachlasses ermittelt. Falls diese Person verheiratet war, ist zunächst die Güterstandsregelung der Eheleute aufzulösen. Die Bestimmungen der Güterstandsregelung haben erhebliche Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Nachlasses. Denn über einen mit Bedacht ausgearbeiteten Ehevertrag lassen sich erhebliche Vermögenswerte übertragen.
 

Mehr hierzu erfahren Sie bei Ihrem Notar.
 

Handschenkung, Bankschenkung und Schenkung (mit oder ohne Auflage)

Bei Ihrem Tod müssen die Erben auf Ihren Nachlass Erbschaftsteuern zahlen. Die Erbschaftsteuersätze sind progressiv, d. h. je höher der Wert des Nachlasses ist, desto höher ist der Erbschaftsteuersatz, dieser richtet sich auch nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen dem Verstorbenen und seinen Erben. Die Höhe der anfallenden Erbschaftsteuern kann also beträchtlich sein.

Andererseits gilt: Alles, was Sie zu Lebzeiten jemand anderem vermachen, gehört zum Zeitpunkt Ihres Todes nicht mehr zu Ihrem Vermögen, sodass darauf grundsätzlich keine Erbschaftsteuern mehr zu zahlen sind. Eine Schenkung kann daher zu erheblichen Einsparungen bei der Erbschaftsteuer führen. Allerdings gibt es Ausnahmen von diesem Grundsatz. Wird eine Schenkung nicht registriert und der Schenker verstirbt danach innerhalb von drei Jahren, so wird die Schenkung wieder dem Nachlass zugerechnet. Zudem müssen bestimmte Schenkungen, die während der drei Jahre vor dem Tod des Schenkers registriert wurden, wieder "fiktiv" dem Nachlass hinzugerechnet werden, um die Höhe der Erbschaftsteuersätze zu ermitteln, die auf den effektiven Nachlass angewendet werden (man nennt dies auch den "Progressionsvorbehalt").

Es gibt unterschiedliche Techniken zur Schenkung von beweglichen Vermögenswerten (Geld, Wertpapiere usw.) und Immobilien.

Eine Schenkung kann gleichfalls an eine Auflage geknüpft sein, d. h. dem Beschenkten wird eine Verpflichtung - in aller Regel zugunsten des Schenkers - auferlegt. Die Schenkung bedingt per Definition, dass der Schenkungsgegenstand unwiderruflich aus dem Vermögen des Schenkers zugunsten des Beschenkten scheidet, allerdings kommt es vor, dass sich der Schenker zu seinen Lebzeiten ein Einkommen daraus sichert, um seinen Lebensstandard zu wahren.
 

Mehr hierzu erfahren Sie von Ihrem Private Banker.

 

Lebensversicherung

Bei einer Lebensversicherung kann der bzw. können die Begünstigten im Todesfall bereits vorab festgelegt werden: der Ehepartner, die Kinder, Enkelkinder usw.
Die Versicherungsleistung, die einem dritten Begünstigten zufällt, gehört nicht zum Nachlass des Versicherungsnehmers im Falle seines Todes. Der Begünstigte kann damit die Begünstigung aus der Lebensversicherung akzeptieren und zugleich eine Negativerbschaft ausschlagen.
Die Begünstigungsklausel hat Vorrang vor jeder anderen Verfügung, selbst wenn letztere im Nachhinein testamentarisch erfolgt.

Mehr hierzu erfahren Sie von Ihrem Private Banker.

 

 
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